Tourismus hat einen wesentlichen Anteil am Klimawandel – keine Frage. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um auch bei Urlaubsreisen Deinen ökologischen Fußabdruck zu verbessern. In diesem Beitrag findest Du 15 praktische Tipps, wie Du Deinen nächsten Urlaub nachhaltig und klimafreundlich planen kannst.

CO2-Ausstoß, Energieverschwendung oder Unmengen von Müll – die Liste der klimaschädlichen Aspekte einer Urlaubsreise ist lang. Dabei ist es mit etwas Recherche und Achtsamkeit gar nicht so schwierig wie Du vielleicht denkst, eine Reise nachhaltig und umweltschonend zu gestalten.

Transport: Klimakiller Flugzeug und Schiff
  • Flugreisen und Kreuzfahrten verursachen nachweislich einen besonders hohen CO2-Ausstoß. Vielleicht lässt sich Dein Wunschort aber auch mit dem Auto, Zug oder Bus erreichen? Oder Du wählst von vorne herein ein Ziel in der Nähe, das Du immer schon mal sehen wolltest. Daumen hoch für regionale Reiseziele!
  • Selten fliegen: Bei Flugreisen ist nicht nur das CO2 das Problem. Viele andere Schad­stoffe, die bei der Ver­bren­nung von Kerosin entste­hen, ver­stärken den Treib­haus­ef­fekt noch ein­mal zusät­zlich. Wenn es Dich dennoch in die Ferne zieht: Die Entfernung zum Ziel und die Dauer des Aufenthalts sollten in einem vertretbaren Verhältnis stehen. Wenn Du also schon 2000 Kilometer mit dem Flugzeug zurücklegst, solltest Du Dir auch mindestens zwei Wochen nehmen um die Destination zu entdecken. Oder Du verbindest Deine nächsten Arbeitsreise, wo Du ohnehin fliegen musst, gleich mit einem Urlaub.
  • Gepäck vermeiden, hilft Treibstoff zu sparen. Also durchdacht packen und nichts Überflüssiges mitnehmen.
  • Wenn Du Deine Anreise mit dem Auto planst, findest Du vielleicht noch andere Leute mit demselben Reiseziel. Fahrgemeinschaften sind der Umwelt zuliebe immer eine gute Idee. Am besten, Du fährst mit der Bahn.
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Nachhaltige Unterkünfte buchen – so geht’s
  • Hotels, Bauernhöfe oder Übernachtungsmöglichkeiten mit Bio-Label zu suchen, ist eine weitere Möglichkeit. Diese setzen sich häufig für nachhaltige Themen wie Müllvermeidung, Energiesparen, Klimaschutzprojekte ein.  
  • Auch uns von Palitree ist nachhaltiges Reisen wichtig. Sharing von privaten Unterkünften ist eine umweltfreundliche Alternative zu kommerziellen Übernachtungsmöglichkeiten. Private Ferienwohnungen, die sonst leer stehen würden, können so sinnvoll genutzt werden.
  • Wichtig vor Ort:  Eine nachhaltige Nutzung Deiner Schlafgelegenheit. Schalte Klimaanlage, Licht oder Elektrogeräte aus, wenn Du sie nicht benutzt oder lass Deine Handtücher nur waschen, wenn es unbedingt notwendig ist.
Gute Reiseplanung ist alles – nachhaltige noch besser
  • Bei einer Rundreise ist es ökologisch sinnvoll so wenig Ziele wie möglich einzuplanen. Je länger Du an einem Ort bleibst, desto weniger Transportmittel brauchst Du, die unnötig CO2 ausstoßen.
  • Es muss nicht immer ein Mietwagen sein. Viele Gegenden lassen sich mit dem Rad oder bei einer Wanderung zu Fuß viel authentischer erleben.
  • Für alle, die es genau wissen wollen: Auf EcoPassenger kann der CO2-Ausstoß, den Deine Reise mit Flugzeug, Bahn oder Auto verursacht, im Voraus berechnet werden.
  • Einen Ausgleich für die Umweltbelastung, die deine Reise verursacht, kannst Du durch eine Spende für Klimaschutzprojekte leisten – etwa auf atmosfair oder myclimate.
Nachhaltig am Urlaubsort
  • Zu nachhaltigem Reisen gehört auch das Verhalten am Urlaubsort. Beim Thema Essen sind der Verzicht auf Fleisch (vor allem Rindfleisch) oder die Suche nach Bio-Restaurants eine gute Idee.
  • Plane Deine Aktivitäten vor Ort bewusst: Wähle Unternehmungen wie Wandern, Schwimmen oder Tauchen anstatt umweltbelastender Aktivitäten wie Golfen, Quad, Jetski oder Boot fahren.
  • In vielen südlichen Ländern gibt es Plastik ohne Ende. Vermeide Plastiktüten in Geschäften oder Plastikflaschen durch das Auffüllen mitgebrachter Flaschen. Achte beim Einkaufen darauf, ob es verpackungsfreie Alternativen gibt – etwa auf einem lokalen Markt. Authentische Einblicke in den Urlaubsort inklusive!
  • Vermeide Abfall, indem Du überflüssige Verpackungen gar nicht mitnimmst. Hier hilft z. B. plastikfreie Kosmetik. Reisedokumente lieber auf dem Handy speichern, als ausdrucken. Und leere Batterien entsorgst Du besser zu Hause, wenn es im Urlaubsort keine Möglichkeit dafür gibt.

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