Ferienwohnungen werden heutzutage hauptsächlich online gebucht – professionelle Fotos fungieren in Deinem Inserat dabei als Visitenkarte und sind eines der wichtigsten „Verkaufsargumente“. Erfahre mehr darüber, was Du beim Fotografieren Deiner Ferienwohnung beachten solltest.

Vor einer Buchung wollen Feriengäste so viele Informationen wie möglich über ihre potenzielle Urlaubsunterkunft. Neben einer detaillierten Auflistung der Ausstattung möchten die allermeisten auch die Einrichtung sehen – schließlich wollen sie sich in Deiner Ferienwohnung wohl fühlen. Daher sind qualitative und aussagekräftige Fotos aller Zimmer besonders wichtig.

1. Richtig inszeniert mit Dekoration

Bevor Du mit dem Fotografieren loslegst, solltest Du Deine Unterkunft gründlich reinigen und aufräumen und am besten noch ein paar schöne Deko-Accessoires wie Kissen, Kerzen oder Vasen mit Blumen an den richtigen Stellen platzieren. Wenn Du einen Esstisch fotografierst, macht es sich immer gut, wenn er schön eingedeckt ist. Kabelsalat gehört ebenso wenig auf Deine Fotos, wie ungemachte Betten. Im Bad sollten frische Handtücher hängen.

Ein gedeckter Tisch lädt dazu ein, sich zumindest gedanklich schon einmal zu setzen. Bei diesem Beispiel kommt auch die schöne Aussicht gut zur Geltung. Die geöffnete Tür suggeriert mehr Weite. (Adobe Stock / Javani LLC)
Decken, Kissen, Bücher und Windlichter sorgen für eine behagliche Atmosphäre, trotz der schlechten Aussicht. (Adobe Stock / Leslie C Saber)
Auch im Badzimmer kann Dekoration Wunder bewirken. Diese schon etwas in die Jahre gekommene Nasszelle wirkt Dank eingeschaltetem Licht und Blumendeko gleich viel freundlicher. (Adobe Stock / Ursula Page)
2. Auf das Licht achten

Du solltest für eine gute Ausleuchtung der Räume sorgen. Aber Achtung: Elektrisches Licht und auch Blitzlicht können auf Fotos leicht für unschöne Reflektionen sorgen. Am besten planst Du Deine Foto-Session an einem sonnigen Tag. Das natürliche Licht von draußen sorgt auf Deinen Bildern für eine freundliche Atmosphäre. Schalte trotzdem zusätzlich die Lichtquellen in Deinen Zimmern an. Wenn Du Kerzen aufgestellt hast, sollten auch diese brennen. Das schafft eine behagliche Stimmung und wirkt einladend auf potentielle Mieter.

Wenn die Sonne scheint, ist die beste Zeit um Deine Ferienwohnung zu fotografieren. Die geöffneten Flügeltüren zum Balkon schaffen Weite und verbinden das Drinnen mit dem Draußen. (Adobe Stock / 2mmedia)
Die unterschiedlichen Lichtquellen sind alle eingeschaltet und schaffen so eine gemütliche Stimmung. Auch in der Küche im Hintergrund brennt Licht. Das lässt die Wohnung freundlicher wirken. (Adobe Stock / hanohiki)
Das Foto lädt ein, in diesem Raum Zeit zu verbringen. Die vielen eingeschalteten Lichtquellen in warmen Tönen und der gedeckte Tisch, schaffen diese Atmosphäre. (Adobe Stock / esin)
3. Mehr ist mehr: So viele Fotos wie möglich

Das Wichtigste: Mehr ist mehr. Stelle so viele Fotos wie möglich von Deiner Wohnung in Dein Inserat. Fotografiere jedes Zimmer und rücke dabei die Highlights in den Vordergrund. Um Deinen Gästen ein möglichst umfassendes Bild Deiner Ferienwohnung zu zeigen, sollte auch der Außenbereich nicht fehlen, sofern vorhanden. Achte auch hier auf einen gepflegten Garten bzw. Terrasse oder Balkon. Nicht vergessen: Auch das Bad ist ein wichtiger Raum.

Du denkst, Dein Balkon wäre es nicht Wert, fotografiert zu werden? Auf diesem Foto siehst Du, dass auch ein kleiner Außenbereich mit ein wenig Deko und der richtigen Kameraperspektive, ganz groß rauskommen kann. (Adobe Stock / Dariusz Jarzabek)
Deine Wohnung hat eine schöne Fassade? Dann unbedingt ein Foto davon machen! (Adobe Stock / Tiberius Gracchus)
Auch wenn Deine Wohnung kein Designer-Bad besitzt, wie bei unserem Beispiel: Immer auch das Badezimmer fotografieren. Ist kein Bild vorhanden, verunsichert das Deine potentiellen Gäste. Was nicht gezeigt wird ist meist auch nicht repräsentativ. Aber keiner nimmt gerne die Katze im Sack. Lieber in die Offensive gehen und mit schöner Deko, gutem Licht, einem Wasserstrahl und einfarbigen Handtüchern alles aus Deiner Nasszelle herausholen. (Adobe Stock / Michael)
4. Vorzüge Deiner Wohnung herausstellen und auf Details achten

Highlights in Szene setzen: Das kann etwa ein toller Garten, ein wunderschöner Ausblick oder ein bestimmter Einrichtungsgegenstand sein. Auch das Fotografieren liebevoller Details oder besonderer Serviceleitungen wie Handtücher, Duschgel oder Kaffee- und Teeauswahl ist immer eine gute Idee. Und nicht vergessen: Fotos immer aktualisieren. Falls sich in Deiner Wohnung etwas ändert, also wenn Du z. B. ein Zimmer renoviert hast, solltest Du dieses gleich neu ablichten.

Das Highlight in Deiner Ferienwohnung ist ein Kamin? Dann unbedingt ein Detail-Foto davon machen, wenn das Feuer brennt! (Adobe Stock / AlexMaster)
Die Fotoserie Deiner Wohnung wird noch charmanter, wenn Du ab und an ein Detail fotografierst – ein kuscheliges Bett zum Beispiel. Die Decken, Kissen und die Lichterkette auf diesem Foto wirken einladend. Hier können sich viele Menschen vorstellen zu übernachten. (Adobe Stock / lev dolgachov)
Du hast besonders schöne Einrichtungsgegenstände in Deiner Ferienwohnung? Diese gerne auch mal im Detail ablichten. So wird das Bild das der Interessent von der Wohnung bekommt noch plastischer. (Adobe Stock / FollowTheFlow)
5. Die Kamera macht’s

Neben den Motiven solltest Du auch auf eine hochwertige Kamera achten. Ideal ist natürlich die Beauftragung eines professionellen Fotografen – allerdings solltest Du Dir überlegen, ob Du diese zusätzlichen Kosten in die Werbung für Deine Ferienunterkunft investieren möchtest. Falls nicht, solltest Du eine Kamera mit hoher Auflösung, geringer Belichtungszeit, optischem Zoomobjektiv sowie ein Stativ verwenden – so lassen sich verpixelte und verwackelte Fotos vermeiden.

Für kleine oder schmale Räume verwendest Du am besten ein Weitwinkelobjektiv. Dadurch bekommst du viel Zimmer aufs Foto und der der Raum wirkt größer. Hast du keine solche Ausstattung zu Hand? Stell Dich einfach erhöht, etwa auf einen Hocker, in eine Ecke des Zimmers und schieße das Bild von oben.

Kleine Badezimmer wirken etwas größer, wenn man sie erhöht aus einer Ecke fotografiert. Dekoration, wie eine Seifenschale mit Seife oder ein Blümchen am Waschbecken, würde dieses Foto noch ansprechender machen. (Adobe Stock / Photopraphee.eu)
Auch ein winziger Balkon sieht aus der richtigen Perspektive fotografiert – von drinnen und oben – und ansprechend dekoriert, attraktiv aus. (Adobe Stock / Photographee.eu)
6. Unterschiedliche Perspektiven

Um die bestmöglichen Fotos zu bekommen, solltest Du Dir auf jeden Fall Zeit nehmen und verschiedene Winkel sowie Motive in einem Zimmer ausprobieren. So können Deine Gäste sich den Raum gut vorstellen und entscheiden, ob Deine Unterkunft das Richtige für sie ist. Eine gute Idee ist auch die Wohnung und insbesondere den Außenbereich in verschiedenen Jahreszeiten zu fotografieren. Du kannst z. B. eine entspannte Sommerstimmung mit Blumen und gemütlichen Gartenmöbeln genauso gut in inszenieren wie eine verschneite Winterlandschaft.

Nutze die Jahreszeiten, um das beste Bild zu bekommen. Das Baumhaus im Garten Deiner Ferienwohnung sieht im Herbst besonders schön aus? Dann knipse in dieser Jahreszeit Dein Foto. (Adobe Stock / Ivan Kmit)
Du möchtest potentiellen Gästen Deine Ferienwohnung auch im Winter schmackhaft machen? Dann solltest Du in Deine Fotoserien auch ein stimmungsvolles Winterbild mit aufnehmen. (Adobe Stock / Maya Kruchancova)
Dieser Wintergarten bietet auch in einem verregneten Sommer schönstes Outdoor-Feeling. Zeig das Deinen Gästen. Und nicht vergessen: Tisch fürs Foto decken! (Adobe Stock / Klaus Rose)
7. Der letzte Schliff

Nach der Foto-Session folgt die Bearbeitung. Du musst hier kein Profi sein: Selbst mit ein paar einfachen Handgriffen wie Anpassung der Helligkeit, Schatten oder des Bildausschnitts kannst Du aus Deinen Fotos noch etwas mehr herausholen. Achte aber darauf, dass diese nicht unnatürlich wirken und Deine Wohnung so realistisch wie möglich rüberkommt. Je besser die Kamera, desto weniger Bearbeitung wird nötig sein.

Der richtige Bildausschnitt ist wichtig: Hier zum Beispiel ist es für das Auge angenehm, dass die Decke im Vordergrund noch zu sehen ist – ganz nach der alten Fotografenweisheit: Vordergrund macht Bild gesund. (Adobe Stock / Dariusz Jarzabek)
In diesem Fall lässt der quadratische Bildausschnitt die enge Küche harmonisch wirken. Die Accessoires wie der Topf auf dem Herd oder die Äpfel, lassen den Raum wohnlich wirken. (Adobe Stock / Dariusz Jarzabek)
Für Fotos von Räumen gilt die Faustregel: Weniger Decke und mehr Boden. (Adobe Stock / tashka2000)

Natürlich sollen Deine Bilder die Wahrheit darstellen, sonst sind Deine Gäste später enttäuscht. Aber Deine Wohnung im Optimal-Zustand abzulichten, ist völlig in Ordnung. Ein gedeckter Tisch oder ein aufgeschlagenes Buch schaffen beispielsweise Inspiration und lassen Deine potentiellen Mieter schon gedanklich Platz nehmen.

Bildquelle: Adobe Stock / Christian Hillebrand

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